das ist mal wieder so ‘ne zwielichtige Firma mit seeehr interessanten AGBs (Allgemeinen Geschäftsbedingungen). Auf der Startseite steht:
Jetzt bis zu 100 SMS GRATIS sichern.
In § II c steht dann, dass das nur für den ersten Tag bis 24:00 Uhr gilt!
In dieser Zeit sind SMS kostenlos, und in dieser Zeit kann noch gekündigt werden.
Ab Mitternacht soll es dann teuer werden: 24 Monate lang 8 Euro, für das erste Jahr gibt’s gleich mal ‘ne Rechnung über 96 Euro!!!
Wie mir berichtet wurde, kommen dann Briefe mit heftigen Drohungen. Pfändung des Arbeitslosengeldes und so (geht gar nicht!). Wichtig ist immer: Vorsorglich den Vertragsabschluss widerrufen, sobald man davon erfahren hat. Am besten per Fax, weil man da ein Sendeprotokoll erhält, sonst per Einschreiben. “Vorsorglich” deshalb, weil meistens gar kein Vertrag zustande gekommen ist.
Ruhig bleiben. Wenn weiter Mahnungen kommen, und man unruhig wird, sollte man sich an eine Verbraucherzentrale wenden und notfalls zum Anwalt gehen. Vorher auf keinen Fall bezahlen! Im Internet gibt es für Jugendliche die Seite Dein Ding von der Verbraucherzentrale Niedersachsen.
Weitere Internet-Abo-Fallen listet Verbraucherrechtliches.de in den Ergebnissen einer Umfrage zu diesem Thema auf.
Update: Inzwischen kostet es neun Euro pro Monat.
Wenn man die AGBs ausdrucken will, muss man zunächst einen Screenshot machen. Den kann man dann ausdrucken.
Update: Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat extra für Jugendliche hier einige Tipps verlinkt, wie man mit solchen Firmen umgeht:
Rechtliche Infos stellt Verbraucherrechtliches.de in einer FAQ Internet-Vertragsfallen zur Verfügung.
Die Firmen sagen sich “Wenn nur jedeR zehnte so blöd ist, zu bezahlen, haben wir schon ein gutes Geschäft gemacht.” Deshalb vergleicht die Verbraucherzentrale Niedersachsen solche Firmen mit Straßenräubern. Lasst Euch von Kriminellen nicht einschüchtern! Nehmt die Aufregung jetzt als Erfahrung fürs Leben und lernt was draus!
Ach ja, noch mal: Wer wenig Geld hat, hat Anspruch auf Beratungs- und Prozesskostenhilfe. Das heißt, der Staat zahlt den Rechtsanwalt. Nähere Infos gibt’s beim zuständigen Amtsgericht!
Update #3: Die Seite wurde dahingehend verändert, dass jetzt (in schlecht lebarer Schrift, aber immerhin) schon auf der Startseite steht, dass die Sache Geld kostet. Wer jetzt noch reinfällt, hat nicht genau hingeguckt. Wer früher reingefallen ist, hat Beweisprobleme. Ich stelle mich aber als Zeugin zur Verfügung.
Update #4: Verbraucherminister Seehofer denkt darüber nach, vielleicht irgendwann einmal ein Gesetz gegen solche Abzocke zu machen. (Quelle)
Update #5: Die Rechnungs-E-Mails, die von denselbsen Anbietern gestern massenhaft verschickt wurden, enthalten einen Virus! (vgl. meinen Artikel dazu)
Mehr zum Thema: Kohle tanken und Mal wieder: Internetbetrug.